Treffen Sie Christian Geisselmann: Business Development Manager in Großbritannien

Juli, 4th 2022
By: Nobi

Christian, was ist dein Hintergrund? 

In der Vergangenheit habe ich Dienstleitungen für das Sozial- und Gesundheitswesen und für betreutes Wohnangebot hier im Vereinigten Königreich angeboten und bereitgestellt. Seit 25 Jahren bin ich also sowohl im strategischen als auch im operativen Bereich tätig.

Was hat dich zu Nobi geführt?

Vor etwa 9 Jahren hatte ich bei einem Consultancy-Projekt mit assistiver Technologie zu tun. Dabei wurde mir unter anderem klar, dass sich bei der Telecare – diesen Begriff verwenden wir im Vereinigten Königreich für die Fernpflege von Senioren und körperlich eingeschränkten Menschen – in den 15 Jahren, bevor ich die genannten Leistungen angeboten habe, nicht wirklich etwas verändert hatte. Deshalb habe ich mit damit befasst, was hier eigentlich für Senioren alles verfügbar ist. Ich war immer davon überzeugt, dass assistive Technologien einen wesentlichen Beitrag zu mehr Sicherheit und besserer Gesundheit leisten können. Dabei etwas zu finden, das einfach und leicht anzuwenden war und außerdem noch Technologien miteinander verknüpfen konnte, war aber oft eine Herausforderung. Erst als Nobi auf den Plan trat, wurde mir klar, wie die Zukunft des digitalen Gesundheitswesens aussehen könnte. 

Wie kam das? 

Schon beim ersten Kennenlernen von Nobi wusste ich, dass das ein echter Gamechanger ist, bei dem zwar das Hauptaugenmerk auf der Sturzerkennung und -prävention liegt, der aber auch durch sein innovatives Design überzeugt. Die ganzen anderen Funktionen und die Fähigkeit, mit anderen Peripheriegeräten integriert werden zu können, beispielsweise Türöffnern oder intelligenten Waagen, machen es möglich, dass diese Lösung mitwachsen kann, wenn sich die Bedürfnisse ändern. Dank dem schlanken Design sieht es außerdem gut aus und fügt sich diskret in jede Umgebung. Man braucht nicht mit dem System zu interagieren, weiß aber, dass es über einen wacht, wenn es notwendig sein sollte. Nobi ist die erste assistive Technologie, die mir bekannt ist, die Design und Innovationen tatsächlich miteinander vereint.

Wie sieht das Gesundheitswesen im Vereinigten Königreich aktuell aus?  

In operativer Hinsicht sind die Leistungen noch recht traditionell. In der Realität hadern wir noch mit dem Wandel. Das gilt vor allem für die Integrationsagenda und den aktuellen Druck in der Erwachsenensozialarbeit. Das aktuelle Angebot hier im Vereinigten Königreich, vor allem das für Senioren, ist in vielen Fällen noch analog und nicht digital. Immer noch werden der herkömmliche Schwesternruf und Notfallketten verwendet und Menschen werden ohne Not in Wohn- oder Pflegeheime gesteckt. Wir nutzen die Technologie nicht so, wie wir sollten. 

Wann erwartest du grünes Licht für den digitalen Wandel? 

Der Wechsel von analog auf digital ist für 2025 geplant, also nicht mehr allzu fern. 

In der Zwischenzeit setzen wir auf Prävention, verwenden aber reaktive Technologie Wir reden zwar davon, Krankenhauseinweisungen zu reduzieren und dass die Menschen länger zu Hause bleiben und nicht in Heime ziehen sollen, tatsächlich aber passiert das in vielen Fällen noch nicht. Die Technologie, die von Durchschnittskunden im Alltag verwendet wird, ist wesentlich fortschrittlicher als das, was wir in unseren Pflegeeinrichtungen nutzen, und das muss sich ändern. 

Und welche Rolle spielt Nobi beim digitalen Wandel? 

In meinen Augen ist der Wechsel von analog auf digital in Kombination mit der fortschrittlichen Technologie von Nobi eine einmalige Chance für einen radikalen Wandel bei der Pflege von älteren Menschen. Damit das aber passieren kann, muss auch unser bestehendes Telecare-Modell aktualisiert werden, damit die Digitalstrategien von Anbietern und Bereitstellern unter anderem stärker auf die Interoperabilität verschiedener, miteinander interagierender Technologien ausgerichtet werden. Dafür braucht es mehr Zusammenarbeit zwischen den Partnern, damit wir uns im Rahmen des Gesamtangebots an digitalen Services für offenere Protokolle einsetzen und diese ermöglichen und APIs teilen können. Ganz zu schweigen davon, dass neue Pflege- und Unterstützungsmodelle sich auf kombinierte Datensätze stützen müssen, um so einen klareren Einblick in die Bedürfnisse, Verhaltensweisen und Muster der Benutzer zu erhalten. Wir müssen nach neuen Lösungen suchen und dafür sorgen, dass sie mit anderen Lösungen zusammenarbeiten. Nobi passt perfekt in dieses neue „Ökosystem“, denn es kann Probleme, mit denen wir im Gesundheits-, im Sozial- und im Wohnungswesen konfrontiert sind, spielend lösen. 

Das klingt, als hättest du eine klare Mission. 

Ich kann es kaum erwarten, die neuen Technologien wie Nobi an den Mann zu bringen, mit Leuten zusammenzukommen, die wir brauchen, um die Sache anders anzupacken, und so alles auf den Kopf zu stellen. 

Welche Strategie verfolgst du dabei?

Für Nobi konzentriere ich mich auf mehrere Bereiche. Hier im Vereinigten Königreich gibt es die TSA, ein nationales Organ für technologiegestützte Pflegeleistungen, und Arco, den größten Verband des Landes für Anbieter von Leistungen für sogenannte Integrated Retirement Communities, also Wohnangebote für Senioren mit maßgeschneiderten Leistungen. Eine unserer wichtigsten Aufgaben ist die Lobby-Arbeit bei diesen Organen und dafür zu sorgen, dass sie uns kennen. Ich möchte an sämtlichen Diskussionen darüber, wie wir die Reise von analog zu digital im Gesundheits-, Sozial- und Wohnungswesen gestalten, beteiligt sein. Und durch die Beteiligung an Diskussionen in den sozialen Medien oder durch Reaktionen auf öffentliche Konsultationen sorge ich dafür, dass die gesamte Aufmerksamkeit auf Nobi gerichtet ist.  

Was beinhaltet eine öffentliche Konsultation? 

Eine solche gibt es, wenn die Regierung einen Politikwechsel vorbereitet und nach neuen Ideen von Fachleuten im Gesundheits- und Sozialwesen sucht. Als Berater ist es dabei meine Aufgabe, praxisnahe Lösungen vorzustellen und zu erläutern, wie diese auf dem Weg zu mehr Unabhängigkeit für unsere Senioren einen Unterschied machen können und dabei auch die Abhängigkeit von bestimmten öffentlichen Leistungen verringern. 

Was war dein erster Eindruck von Nobi? 

Ich war sofort davon begeistert. Vor allem deshalb, weil die Lampen aus ästhetischer Sicht so gefällig sind. Gute Technologien gibt es viele, aber sie sehen furchtbar aus. Die Senioren von heute haben ganz andere Erwartungen. Sie tragen keine Notfallketten mit großen roten Knöpfen mehr, die sofort zeigen, dass man vulnerabel ist. Das gute an Nobi ist, dass es nicht auf diese Weise stigmatisiert. Wenn man aber die ganzen Funktionen genauer betrachtet und versteht, was es alles leistet, macht einen das sprachlos. Ob Up- oder Downlight, Sturzerkennung und -prävention, Messung der Raumtemperatur: Es bietet so viele Lösungen in einem. 

Das steht also bei deinen Beratungen ganz oben?  

Absolut. Nobi befindet sich nicht nur ein einer idealen strategischen Position, sondern kann als Basislösung viel mehr abdecken als jede andere Lösung. Als Fan von Ökosystemen bin ich begeistert davon, wie Nobi Gesundheit und Soziales zusammenbringt. Nobi kann so vieles. Noch dazu ist es kostengünstiger, als wenn man einen Haufen unabhängiger Geräte kauft. 

Also sozusagen Liebe auf den ersten Lichtstrahl? 

Genau. Auch die Tatsache, dass es sich um eine Hängelampe handelt, gefällt mir. Hierzulande mögen wir keine Lampen, die direkt an der Decke angebracht sind. Ein echter britischer Leuchter hat prunkvoll von der Decke zu hängen, damit man einen Grund hat, aufzublicken. 

Und bei welcher älteren Berühmtheit würdest du dir wünschen, dass sie zu Nobi aufblickt?

Da käme mir als erstes Sir David Attenborough in den Sinn. Er hat es erreicht, dass mein Umweltbewusstsein geschärft wurde. Was er sagt, ergibt so viel Sinn. Wo wären wir heute bloß ohne ihn? 

Auch er befasst sich intensiv mit Ökosystemen, nicht wahr? 

Nun ja, bei intelligenten Leuten, die sich Gedanken um die Zukunft machen, geht das heutzutage gar nicht mehr anders. Komplexe Hightech-Ökosysteme machen es möglich, in Zukunft sichere Umgebungen zu schaffen, in denen alle das Leben genießen können. Sie bieten uns die richtigen Technologien, um uns zu unterstützen und über uns zu wachen, wenn es wirklich notwendig ist.

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